Fix, bam, oida – die 3 Tagestour ist Geschichte!!!

 

Nach dem salzburgerischen (Saalbach - Hinterglemm) und steirischen Bergerln (Niederöblarn) wurden in diesem Jahr die kärtnerischen „Hügel“ (Nockalmregion) verhaftet.

Vom 2. bis zum 4.5.2008 radelten sich 10 Biker für den Sommer ein.

 

 

Donnerstag:

Wegen des schlechten Wetters am 1.5.2008 konnten die angereisten Radler (Claudio, Manuel, Peter, Bernhard P., Wolfgang B., Robert und Wolfgang O. (ab nun nur mehr „Obsti“ genannt)) vorerst nicht wie geplant die Berge, sondern lediglich die Gaststätte „zur Post“ unsicher machen.

Gegen Abend reihten sich auch Bernhard, Martin und Hannes dazu, die vormittags die Forstwege rund um St. Veit unsicher machten.

 

 

Freitag:

Am zweiten Tag wurde der Rindernock und der Mirnock angesteuert. Wegen aber nicht vorhandener Winterausrüstung konnten die Gipferl nicht ganz erklommen werden, und so musste man notgedrungen über einen Wanderpfad wieder Richtung Tal runterdüsen.

Die ersten paar Meter glichen die eines Kuhabtriebes (Geräuschpegel ähnlich einer Herde von Wiederkäuern), da die Scheibenbremsen ihren Unmut über die kühlen Temperaturen von sich gaben. Spätestens aber nach einigen Höhenmetern beruhigte sich des Gequietsche, und gegen Ende der Abfahrt breitete sich der Geruch von verbrauchten Bremsmaterial aus.

Nach einer kurzen Getränkepause und dem Erkunden von Teeservice (Insiderschmäh) wurde der Kolmnock angesteuert.

Als Belohnung für den weiteren Anstieg wurden die Biker mit gschmeidigen Downhills belohnt (lediglich Obsti konnte sich nicht ganz mit den Trails anfreunden, da seine Scheibenbremsanlage den Geist aufgab und die Abfahrt nur mit gestreckten „Bremsfersen“ abgeschlossen werden konnte).

 

Arbeitsleistung an diesem Tage:

Km: ca. 37

Hm: ca. 1820

Zeit: ca. 4:30:00

 

 

Samstag:

Am Samstag musste das Serviceteam (Meister Wolf und „Old Fox“ Peter) die gekränkelten Bremsen instand setzen (hier sei angemerkt, dass durch die Notwendigkeit einer 5er Schraube von einer Snowboard-Bindungsplatte als Organspender herhalten musste. Nachgestopft wurde zusätzlich mit einem Stückl Isolierband, damit die Undichtheit endgültig behoben werden konnte). Nach erfolgter Operation konnte an diesem Tag die Gegend um Döbriach verunsichert werden.

Als Guido wurde uns ein deutsches Mädel anvertraut, das den Testosteronspiegel einiger Radler deutlich noch oben schnellen lies.

Als Downhill wurde ein Stückerl gewählt, dass durch Steine (aller Art) und Unmengen von Laub in allen Lagen auftrumpfte.

Diese Gegebenheiten stellten sämtliche Protektoren – bzw. die Widerstandsfähigkeit von Bekleidungen und Hautteilen auf eine harte Probe.

Belohnt wurden die Biker mit einem guten Eis bevor man wieder Richtung Enzibodenhütte raufradelte.

Abgerundet wurde die Tour mit dem Erkunden von „Energiepunkten“, einer Showeinlage eines wilden Kraftsportlers (Testosterondurchbruch von Obsti) und dem Überwinden der tausend Zaungatter gegen Ende der Tour.

 

Beim Abendessen versuchte man dem „proletoiden“ Bernhard die Kunst des „richtigen“ und „intellektuellen“ Flirtens zu vermitteln – bis heute noch ohne Erfolge.

Am Abend wurde uns gezeigt, dass die kärtnerischen Männer eine harte Aufnahmerprüfung für den Bund der Ehe eingehen müssen (Kehren, Reinigen und nochmals Einsammeln von kübelweise zertrümmerten Geschirr und Gläsern).

 

Arbeitsleistung an Samstag:

Km: ca. 34

Hm: ca. 1420

Zeit: ca. 4:20:00

 

 

Sonntag:

Am letzten Tag ging es noch mal Richtung Kolmnock.

Nach ca. 900hm Anstieg wurden die Protektoren und Winterjackerln aus den Rucksäcken geholt und der Weg Richtung Tal (und angenehmen Temperaturen) angesteuert.

Die Besitzer der Waldgebiete werden gebeten die umgestürzten Fichten aus dem Wege zu räumen – sodass die Oberarmmuskulatur der Radfahrer wegen dem Überwinden der Flachwurzler nicht zu sehr beansprucht wird :-)

Nach geilen Trails und dem Versteckspiel mit einem Waldbesitzer wurden die Bikes in den Autos verstaut, das Mittagessen eingenommen und mit schwerem Herzen der Weg in das „weite Land“ eingeschlagen.

 

 

Ein besonderes Lob gilt unserem Claudio, der sich bei der Organisation und dem Navigieren auf fast heimischen Gefilden besonders auszeichnete.